Mausoleums des Mustafa Kemal Atatürk in Ankara

"Meiner Meinung nach wird ein Volk, das würdig, ehrenhaft, anständig und menschlich ist, immer die Chance zur Unabhängigkeit haben."

Das Anıtkabir (Grabdenkmal) des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk in Ankara ist das, was man sich unter einem Monument wahrhaftig vorstellt: eine erhabene, weit ausgedehnte Parkanlage voller Stelen, Türme, Fahnenmasten und Ehrenhallen in den edelsten Gesteinssorten:

Skulpturen und Löwenfiguren aus Travertin, Reliefs und Säulen aus cremefarbenem, rotem und schwarzem Marmor, nirgendwo sonst in der Türkei ist das Andenken an den 1938 verstorbenen Staatsgründer so sehr in Stein verweigt worden wie in Ankara.

Bereits der Baugrund für das Ende der 1940er Jahre errichtete Mausoleum ist geschichtsträchtig: Man wählte, mit Gespür für die historischen Verweise, den Grabhügel Rasattepe aus dem zwölften vorchristlichen Jahrhundert. Im November 1953, 15 Jahre nach seinem Tod, wurde Atatürk in die fertiggestellte Grabkammer im Erdgeschoss der Ehrenhalle umgebettet.

Die gesamte, über 750.000 Quadratmeter messende Anlage ist streng symmetrisch geordnet: Sichtachsten, Turmreihen und rechtwinklige Gebäudetrakte gliedern das Areal, auf dem zur Auflockerung über 50.000 Bäume gepflanzt wurden. Reliefs und Verzierungsarbeiten mit seldschukischen und osmanischen Motive kontrastieren die Architektur aus Steinquadern.

Ein paar überraschende Highlights: Der aus einem Stück gefertigte Fahnenmast auf dem zentralen Festplatz ist mit 33 Metern der höchste Europas. Atatürks Dienstwagen, eine schwarze Lincoln-Limousine, und sein privat genutzter Cadillac aus den dreißiger Jahren wurden ebenso ausgestellt wie die Lafette, auf der der "Vater der Türkei" nach seinem Tod 1938 durch die Straßen Istanbuls geführt wurde.

"Wir bekommen unsere Inspirationen nicht vom Himmel oder einer unbekannten Macht, sondern direkt aus dem Leben."

Das Anıtkabir ist eines der beliebtesten Ausflugsziel der türkischen Hauptstadt: Über 12 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr die gewaltige Anlage.

http://www.anitkabir.org/