Patara - Traumstrand and der Türkischen Südküste

Neben seinem feinen Sand und herrlich klaren Wasser ist der Strand von Patara für seine riesigen Wanderdünen bemerkenswert. Unter dem Sand liegen die Ruinen der lykischen Stadt Patara begraben, eine der wichtigsten Hafenstädte des Mittelmeerraumes in der Antike.


Der rund 12 Kilometer lange Strand mit seinen Wanderdünen ist heute ein Naturschutzgebiet, weswegen es hier keine Hotelburgen gibt, wie an vielen anderen Stellen der Türkischen Südküste. Abends ist der Strand in den Sommermonaten bis zum frühen Morgen aus Gründen des Tierschutzes gesperrt: Riesen-Meeresschildkröten legen hier ihre Eier ab und die Jungtiere sollen ungestört ins Meer zurückfinden können. Die Wasserqualität ist sehr gut und hat schon seit Jahren die Blaue Flagge, die internationale Auszeichnung der Foundation for Environmental Education (FEE) für absolut sauberes Wasser.


In der Antike war Patara eine wichtige Stadt, direkt am Meer gelegen, mit einem großen Hafen, der für den Schiffsverkehr des Mittelmeerraumes von großer Bedeutung war. Der Apostel Paulus soll auf seiner Reise hier durchgekommen sein. Die Stadt war auch der Geburtsort des Heiligen Nikolaus (um 280 n. Chr.), der als Bischof von Myra im Jahr 342 nach Christus starb. Die steinernen Überreste der lykischen Stadt sind heute größtenteils von den großen Wanderdünen überdeckt. Zu sehen sind in dem weitläufigen Gebiet heute u.a. noch das dreibogige römische Stadttor aus dem Jahre 100 n. Chr. und das halb zugewehte Theater, das einen spektakulären Anblick in den Sanddünen bietet. Die Stadt verlor im Mittelalter endgültig an Bedeutung, da der Hafen durch Flussanschwemmungen und die Wanderdünen völlig versandete.

In der Nähe des antiken Patara liegt heute das Dorf Gelemis, eine beschauliche kleine Ortschaft mit alten Eukalyptusbäumen, einigen kleinen Restaurants, Bars und Geschäften. Auf dem Esen Cay, dem antiken Fluss Xanthos, werden Bootstouren angeboten. Die kleinen Hotels und Pensionen von Patara stellen eine reizvolle Alternative zu dem lauten Massentourismus benachbarter Ferienorte dar, allerdings gibt es in der Gegend aufgrund der Lage in schilfigem Sumpfland zu bestimmten Jahreszeiten viele Mücken - vor Ort weiß man jedoch, welche Mittel gegen die Plagegeister schützen und Betten sind in der Regel mit Moskitonetzen ausgestattet.


Der nächste Flughafen für Patara ist Dalaman. Vom dort dauert der Transfer etwa 1,5 Stunden. Er wird von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus von SunExpress mehrmals in der Woche angeflogen.