Canyons, Vulkane und Feenkamine – Wandern in Kappadokien

Mountains in Cappadocia

Im türkischen Hochland von Kappadokien können sich Wanderer noch wie echte Entdecker fühlen: einsam ist es hier, fernab der Trekkingpfade der Alpen oder Pyrenäen. Bizarre Gesteinsformationen, Canyons und verschüttete Zeugnisse uralter kleinasiatischer Zivilisationen schaffen im Inneren Anatoliens ein Revier, das für den Wandertourismus gerade erst entdeckt wird. Routen unterschiedlichster Länge und Schwierigkeitsgrade und eine familienbetriebene, authentische Infrastruktur machen es Individualreisenden leicht, sich in die märchenhafte Vulkanlandschaft zu verlieben.

Bizarre Tuffkegel und tief eingeschnittene Bachtäler geben der Landschaft ein fast unwirkliches Gepräge und machen jede Wanderung zu einem Erlebnis. Die Schluchten und Täler haben im Türkischen klingende Namen: Im Hochland von Güzelyurt öffnet sich der Ilhara Canyon, eine tief eingeschnittene Schlucht mit reichhaltiger Vegetation und vielen Ruinen und Höhlenkirchen der byzantinischen Epoche.
cappadocia Mountains
Das Rote Tal (Kızılçukur), das Tal der Schwerter (Kılıçlar Vadisi) und das Tal der Liebe (Aşk Vadisi) machen ihren kraftvollen Namen alle Ehre. Krater- und Salzseen sind die Überbleibsel einer vor Millionen Jahren regen vulkanischen Tätigkeit. Entlang der Kraterränder erschließt sich dem Wanderer die besondere Geologie und der Formenschatz des Landes. Verwilderte Felder und Obstgärten bringen Grün in die felsige Topografie.

Übrigens: Die Wanderwege in Zentralkappadokien und im Göreme Nationalpark sind abwechslungsreich und in unterschiedlich anspruchsvolle Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Routenvorschläge erfragt man aber am besten vor Ort - genaue Wanderkarten für die Region gibt es nämlich noch nicht, aus militärischen Gründen, vermuten die Travel Scouts in der Türkei.

Destination: Kayseri, Ankara