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GAZİANTEP

günstige_Flüge_gaziantepGaziantep gilt als die Hauptstadt Südostanatoliens. Wir haben uns in ein Abenteuer gestürzt, das uns von der Vergangenheit bis in die Gegenwart führt.

Alle Wege führen Irgendwann nach Antep. Denn nicht ohne Grund ist die Stadt eines der ältesten Siedlungsgebiete der Menschheit. Seit Jahrhunderten zieht sie die Menschen an und offenbart ihnen den Segen ihrer Felder. Antep liegt in Mesopotamien, der Wiege der Menschheit auf der historischen Seidenstraße, verfügt über die fischreichen Gewässer des Euphrat und über fruchtbare Böden. Auch wenn die Gründe im Laufe der Jahrhunderte immer wieder wechselten, so hat Aintap, so der alte Name, dank der antiken Stadt Zeugma, den Gewürzhändlern mit ihren Heilkräutern, den historischen Bazaren, den Festungen und schwarz-weißen Steinbauten die Menschen immer gelockt. Machen wir uns also auf nach Antep, wo man noch immer auf manch einem Schild in einer Seitenstraße die alte Bezeichnung Aintap lesen kann.


Zeugma, eIne Stadt als Mitgift

Zu einer Zeit, in der Städte als Mitgift verschenkt wurden, war Zeugma das wertvollste Geschenk, welches der Herrscher von Kommagene erhielt. Zeugma, die Mitgift, stand damals noch ganz am Anfang seiner Geschichte. Hier befindet sich die einzige Furt über den Euphrat und die Römer benannten sie „Zeugma“ (Brücke) und schmückten den Fuß des Bergs Nemrut mit Hügelgräbern und Statuen aus, die bis heute begeistern.
Die römische Oberschicht, höchste Befehlshaber, Offiziere, Berater, reiche Händler und Familien, ließ sich hier nieder. Doch Reichtum bringt auch Luxus mit sich und so begann man, die Wände und die Bäder der Villen mit Blick auf den Euphrat mit vielen kleinen Steinchen in ein Mosaik zu verwandeln. Das Handwerk entwickelte sich hier, mitten in Mesopotamien, ebenso weit wie in der berühmten klassischen griechischen Kunst. Die Meister haben aber nicht nur die gewöhnlichen und leicht aufzutreibenden Steinchen verwendet, sondern notfalls Glas hinzugenommen, um einen gewünschten Farbton zu erreichen. Das pompöse, wohlhabende Leben in Saus und Braus der Agora von Zeugma, das auf der Seidenstraße gelegen war, fand mit der Plünderung durch den Sassanidenkönig Sapur I. ein jähes Ende und die Stadt verlor, jetzt in den Händen wechselnder Kulturen ihren Glanz. Ein Erdbeben begrub die Stadt, wo sie unter den Erdmassen versteckt blieb, bis sie durch das Südostanatolienprojekt unter den Fluten eines Staudamms versinken sollte und Rettungsgrabungen sie wieder ans Tageslicht beförderten. Viele der Fresken und Mosaiken, die dabei gefunden wurden, sind heute im Archäologischen Museum von Gaziantep zu sehen, wo sie noch immer den Besucher verzaubern.


Das Kunstmuseum von Gaziantep

Das Archäologische Museum Gaziantep ist eines der wenigen Mosaikenmuseen der Welt und zählt sicher zu den Orten in der Innenstadt, an denen man die meiste Zeit verbringen kann. Es besteht aus drei Abteilungen, von denen die größte sich mit den Mosaiken von Zeugma beschäftigt. In der Abteilung für archäologische Werke sieht man viele Objekte der ehemaligen Herrscher von Antep, der Hethiter, Urartu, Assyrer, Römer und Perser. Auch das Maenad Mosaik, das man als „Zigeunermädchen“ kennt und das mittlerweile fast so berühmt ist wie die Mona Lisa, kann man hier bewundern. Falls Sie sich fragen sollten, was dieses Mosaik so wertvoll macht, dann schauen Sie genau hin und stellen Sie fest, dass ihre Augen Ihnen überallhin folgen.


Antep mit seinen Einbahnstraßen

Falls Sie nach dem Museum nichts Besseres vorhaben, dann sollten Sie in Richtung Innenstadt laufen. Wenn Sie ihre Schritte von den breiten Straßen in die kleinen Gassen lenken, entdecken Sie die typischen zweigeschossigen Häuser, eines dicht neben dem anderen mit ihren hölzernen Erkern. Über der Tür liest man Schilder, auf denen „hosgeldiniz”, also „Herzlich Willkommen“ geschrieben steht. Und wenn man einfach klingelt und hineingeht, dann ist man mitten im „Leben“. Denn in Antep bezeichnet man die kühlen Innenhöfe der zusammenliegenden Häuser, wo man die heißen Sommerabende gemeinsam verbringt und verschnaufen kann, als „Hayat“, zu Deutsch Leben. In den heißen Tagen und Nächten von Gaziantep spenden diese Höfe mindestens so viel Kühle, wie die Mosaikbassins aus Zeugma. Die meisten dieser typischen Häuser befinden sich im Stadtteil Sahinbey, und Sie werden sie sofort an diesem besonderen Stein, den es in Südostanatolien, Mesopotamien und Syrien gibt, und an ihren Fenstern erkennen.


An diesen Häusern führt die Seidenstraße vorbei

Es war unvermeidlich, dass Europa eine Handelsroute etablierte, die ins hinterste China zu den Webereien des weichen Seidenstoffes führte, begleitet vom typischen orientalischen Gewürzduft durch Anatolien, über Istanbul und von dort ins Herz von Europa. Die gesamte Strecke über entstanden so genannte „Han“, Karawansereien, Quartiere und Basare, wo man übernachten konnte, Handel treiben oder Bedarfsgüter erwerben. Die authentischen Basare und Märkte in Gaziantep, mit ihren vielen Gewürzen, stammen noch aus dieser Zeit.


Die Hauptstadt des Südostens

Gaziantep ist wegen ihrer Brückenfunktion zwischen zwei Regionen eine rege Handelsstadt. Exportschlager dieser modernen und gut entwickelten Stadt sind vor allem Textilien und Nahrungsmittel. Das traditionelle Handwerk mit den bunten und seidig glänzenden „Kutnu-Stoffen”, der Kupferschmiede, Perlmuttarbeiten, Weberei, Kelimteppichen, der Flötenart „Zurna” oder den schlichten Lederschuhen namens „Yemeni” ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Diese meisterlich gefertigten Handarbeiten eignen sich auch gut als Geschenke aus Gaziantep. Der Fluss Alleben teilt die Stadt in einen alten und einen neuen Teil. Während man auf der einen Seite die historischen Basare erleben kann, erlebt man gleich gegenüber ein ganz neues Anatolien, mit Einkaufszentren, Geschäften und schicken Restaurants.


Gerichte aus Gaziantep

Gaziantep ist eine in jeder Hinsicht reiche Stadt, das spiegelt sich auch in der Küche wieder. In der Region gedeihen Pistazien und die Köstlichkeiten, die man daraus herstellen kann, bleiben dem Besucher noch lange in guter Erinnerung. Alleine schon die vielen Kebabsorten, die Hackfleichbällchen „Köfte”, die Suppen, das gefüllte Gemüse, das Baklava und die Gewürze sind für sich sogar schon ein guter Grund nach Gaziantep zu fahren. Frisches Obst und Gemüse aus der Umgebung ist ebenfalls Bestandteil der Mahlzeiten. Berühmt sind auch die Gewürze und die Tomatensauce „Salca”. Hier noch ein paar ganz konkrete


Vorschläge: Lahmacun (türkische Pizza), Kebab mit Auberginen oder Apfel, gefülltes Gemüse oder den Kichererbseneintopf „Siveydiz”. Sie sollten sich auch weder das berühmte Baklava aus Gaziantep noch den „Menengiç-Kaffee“, der aus einer Pistazienart gebraut wird, entgehen lassen.


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